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Zeitraum 2017 bis 2021
Branche FinTech | Neo-Banking
Rolle Mitgründer (1 von 15) & CMO

Wie wir die erste FinTech-Lizenz
der Schweiz zur Marke gemacht haben.

Von der ersten Skizze Ende 2017 bis zur ersten Coop-Zahlung im Frühjahr 2020. Eine Geschichte über Naming, Community, Earned Media und darüber, warum eine Marke nicht in der Agentur entsteht.

Yapeal Visa Debit-Karten mit #JoinTheMovement
Erste FINMA-FinTech-Lizenz
~1 Mio. CHF Crowdfunding
6 Tage
0 CHF Paid Media
Live: 6. Juli 2020
Zahlen

Vier Zahlen, die genügen.

Yapeal war keine Marketing-Geschichte unter vielen. Es war eine Schweizer Premiere. Die Zahlen erzählen, warum.

~1 Mio.
CHF Crowdfunding-Volumen: getragen ausschliesslich von der Community. Danach folgten weitere Runden mit institutionellen und privaten Investoren.
6 Tage
bis das Crowdfunding-Ziel erreicht war. Die Community wurde zu Mitbesitzern: nicht nur zu Kunden.
Nr. 1
FinTech-Lizenz der Schweiz. Yapeal war das erste Unternehmen, dem die FINMA überhaupt eine erteilt hat.
0 CHF
Paid Media. SRF, Handelszeitung, NZZ, MoneyToday, Crowdfund Insider, FinTech Futures: alles Earned Media.
Die Geschichte

Von Yap zu Yapeal.

Der Anfang

Christian und ich kannten uns aus einem gemeinsamen Projekt bei der UBS. Irgendwann war für uns beide klar: Wir wollten etwas Sinnvolles machen, etwas Eigenes. Wir kündigten. Yapeal war nicht das erste, was wir auf dem Tisch hatten. Aber es war die Idee, die hängenblieb.

Eine Schweizer Bank, die nicht auf Legacy-Systemen aufbaut, sondern von Tag 1 cloud-native und in Echtzeit funktioniert. Kein Kundenkonto, das nachts processed wird. Keine Drei-Tage-Wartezeit auf Überweisungen.

Ich war einer der ersten Personen im Kernteam. Bootstrap, eigenes Geld, kein Backer im Hintergrund. Im Juni 2018 ging Yapeal mit fünfzehn Mitgründern im Handelsregister an den Start. Ungewöhnlich viele. Aber die Idee war von Anfang an, das Unternehmen breit zu verankern, nicht als Ein-Mann-Vision aufzubauen.

Mein Auftrag: dem Ding ein Gesicht geben. Bevor es eine App gab. Bevor es eine Lizenz gab. Bevor es überhaupt einen offiziellen Firmennamen gab.

Naming: Yap → Yappeal → Yapeal

Wir wollten einen Namen mit Substanz. Yap ist eine pazifische Insel, berühmt für ihr Steingeld: gewaltige Felsbrocken, die als Währung dienen, ohne je den Besitzer physisch zu wechseln. Eine Geschichte über Vertrauen, Konsens und symbolisches Geld. Genau das, worum es bei einer digitalen Bank im Kern geht.

Ich wollte dann auch, dass es appealing klingt. Daraus wurde Yappeal. Beim Logo-Entwurf: den ich selbst gemacht habe: entschied ich mich, ein p zu streichen. Yapeal wirkte sauberer. Ich kaufte die freien URLs Ende 2017.

Die Marke war geboren, bevor die Firma überhaupt existierte.

Vom belächelten Startup zum Branchen-Liebling

Der Start war harzig. Eine Schweizer Neo-Bank ohne Banking-Lizenz, ohne Backing einer Grossbank, ohne fertiges Produkt. Die Branche hat uns am Anfang nicht wirklich ernst genommen.

Ich begann, das zu drehen. Über Community-Aufbau. Über Transparenz statt PR-Glanz. Über persönliche Sichtbarkeit auf LinkedIn, in Podcasts, in Interviews, auf Bühnen. MoneyToday begleitete uns „seit der ersten Codezeile". Ich wurde zum Gesicht von Yapeal: nicht weil ich es geplant hatte, sondern weil eine Marke ohne Mensch im Schweizer Finanzplatz nicht funktioniert.

Die Alpha-Community wuchs auf rund 100 frühe Tester, die spätere Community auf rund 2'000. Beim ersten Crowdfunding sammelten wir knapp 1 Mio. CHF in 6 Tagen ein, bei tiefen Einstiegshürden, weil es uns nicht ums Kapital ging, sondern darum, die Community zu Mitbesitzern zu machen.

Der Wendepunkt

Im März 2020 kam der Wendepunkt: FINMA-Lizenz. Die erste überhaupt. Die FINMA-Arbeit selbst lag in den Händen eines Kollegen. Ich habe sie kommunikativ begleitet. Aber die Wirkung war für die Marke, was eine Mondlandung für die NASA ist.

Ab da waren alle Augen auf uns gerichtet.

Wir haben geliefert.

Drei Momente

Was ich nicht vergesse.

Eine Marke wird nicht durch Roadmaps und KPIs erinnert, sondern durch Momente. Diese drei sind geblieben.

01
Frühjahr 2020 | Coop
Die erste Zahlung.
Noch vor dem offiziellen Live-Gang. Wir wollten beweisen, dass das System in der echten Welt funktioniert, nicht im Testlab. Der allererste Versuch scheiterte. Der zweite klappte. Wir standen mit gemischten Gesichtern an der Kasse, dann brach der Jubel aus. Zwei Jahre Arbeit für eine Transaktion über ein paar Franken. Es hat sich gelohnt.
02
Vontobel | Pitch
Eat your own dog-food.
Die Privatbank lud uns ein. Wir haben überzeugt, weil wir das System selbst brauchten und benutzten. Eat your own dog-food. Das ist im Banking selten, und es war spürbar.
03
Visa | Principal Issuer
Im Club der Wenigen.
Yapeal wurde damit eine der wenigen Schweizer Institutionen neben UBS Card Center, Viseca und Cornèrcard, die Karten direkt für andere ausgeben darf. Nicht der lauteste Meilenstein, aber für jeden, der die Schweizer Bezahllandschaft kennt, ein Statement.
Stimmen aus dem Team

Was Mitgründer sagen.

Yapeal war von Tag 1 ein Team-Projekt. Was die Menschen, mit denen ich gemeinsam aufgebaut habe, über die Zusammenarbeit sagen.

Christian R. Meier

Grossartige Technologie ist nichts ohne eine grossartige Geschichte. Mit Andy Waar bei Yapeal zu arbeiten erlaubte uns, von just another app zu einer Bewegung zu werden. Diese Synergie zwischen digital-first Engineering und authentischem Community-Aufbau ist der Grund, warum wir zu einer der innovativsten KMUs der Schweiz gerankt wurden.

Christian R. Meier „MadMeier"
CTO & Mitgründer Yapeal

Eine Marke wird nicht in der Agentur gebaut.
Sie wird in der Community gebaut und von Menschen getragen.

Andy Waar | Mitgründer & CMO Yapeal 2018 bis 2021
Was ich seither jedem Kunden mitgebe

Community, nicht Zielgruppe.

Wir haben jedes Roadmap-Item mit der Community abgeglichen. Welche Features, in welcher Reihenfolge, mit welcher Priorität. Kundenzentriertheit war für uns kein Werbeversprechen. Diese Haltung ist teurer, langsamer und anstrengender. Gleichzeitig ist sie der einzige Weg, eine Marke zu bauen, die hält.

Heute, wenn ein FinTech-Founder oder ein etablierter CMO bei mir anklopft, ist das die erste Frage, die ich stelle: Wer ist deine Community? Nicht Zielgruppe. Nicht Persona. Community. Der Rest folgt daraus.

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